Unterwegs.
Vor 11 Jahren der erste Besuch bei deiner Mutter.
Ein heißer trockener Sommertag.
Du bist schon dort.
Ich folge deiner Wegbeschreibung.
An den Rand von Berlin.
Bei der alten Feuerwache einbiegen in deine Straße.
Diese Straße ist keine Straße.
Sie ist ohne Anfang.
Ohne Ende.
Ohne Begrenzung zu den Rändern hin.
Ein hügeliger Streifen Sandglück.
Mit Wasserlöchern, Rissen, Grasbüscheln.
Frei von Asphalt.
Frei für Abenteuer.
Eine langsame Straße.
Frei zum träumen, trödeln, Blümchen pflücken.
Eidechsen fangen.
Hopse spielen.
Cowboy und Indianer.
Frei für Wüstenmärchen.
Halluzinationen.
Liebe.
Erde und Staub unter gleißender Sonne.
High Noon.
Wo ist mein Pony? wo der Saloon?
Vor Freude springen meine Beine im Herzrhythmus durch den Sand.
In mein Haar ein kariertes Tuch gebunden.
Die Geige in der Hand.
Du hast mich eingeladen zum Geburtstag deiner Mutter zu spielen.
Unsere Liebe hatte nie einen wirklichen Anfang. Alles war Übergang.
Möglichkeitsform.
Traum.
Wie kann etwas ein Ende haben, was keinen Anfang hat?
30.08.11
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen