Du hast alle Zeit der Welt und wenn es nur eine Sekunde ist.


27.09.11

Tagebuch einer Unbekannten















Als ich fortging.

War da kein Wasser.
Nur Eis.
Unter den nackten Füßen.
Schritt für Schritt.
Stach der Schmerz durch die Sohlen.
Ins Herz.
Die Geige heiser.
Krächzte mit dem Wind im Chor.


Träne für Träne
schmolz nun das Eis.
Unter den nackten Füßen.
Doch ich war weit.
Viel zu weit gegangen.

Nirgendwo mehr ein Ufer in Sicht.

So lernte ich schwimmen.
Inmitten des Ozeans.
Die Geige, das rettende Treibholz, zur Hand.

Schwamm ich zurück.
2000 Kilometer.
Zu Dir.
Erreichte das Ufer.

2000undelf Jahre zu spät.

Wir sind nicht mehr, die wir einmal waren.




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